Redaktion Lerchenwiese

Gurkenmosaikvirus

Das Gurkenmosaikvirus 

(englisch Cucumber mosaic virus, CMV oder CuMV) ist ein sehr häufig auftretendes Pflanzenvirus im Gartenbau. Es befällt Gurken (Cucumis) und Kürbisse (Cucurbita), aber auch viele andere Pflanzen und ist wahrscheinlich weltweit verbreitet. Die Isolate des Gurkenmosaikvirus können zwei unterschiedlichen Serotypen zugeordnet werden, die auch unterschiedliche biologische Eigenschaften besitzen.

Als Wirt des Gurkenmosaikvirus sind Arten aus 85 verschiedenen Pflanzenfamilien beschrieben, experimentell ließen sich über 1000 Pflanzenarten infizieren. Das Virus überwintert vor allem auf ausdauernden Gräsern, die für Blattläuse (Aphidoidea) im Frühling attraktiv sind.

Das Virus wird dann durch die Blattläuse übertragen. Ein anderer Übertragungsweg läuft über die bei gartenbaulichen Pflegemaßnahmen verwendeten Schnittwerkzeuge. Das Virus ist saatgutübertragbar.

An befallenen Pflanzen verursacht es Mosaikerscheinungen, Stauchungen und Blattdeformationen. Die jüngeren Blätter können chlorotisch bis gelblich gefleckt sein. Die Früchte sind verformt und gescheckt.

Virus

In der Vermarktungsnorm für Gurken (Verordnung (EWG) Nr. 1677/88) ist festgelegt, dass mosaikbefallene Gurken aufgrund der möglichen weiteren Verbreitung als „nicht gesund“ von der Vermarktung auszuschließen sind. Bei Tieren und Menschen kann das Virus weder eine Infektion auslösen, noch eine Erkrankung verursachen.

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Pflanzenkrankheiten, Schädling oder Nützling

Bougainvillea

Die Bougainvillea

auch Bougainville, Bougainvillée, Bougainvillier oder Drillingsblume genannt, ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae) gehört. Die 10 bis 18 Bougainvillea-Arten stammen ursprünglich aus Südamerika. Die Züchtungen gedeihen in allen subtropischen Gebieten bis ins südliche Mittelmeergebiet.

Die Gattung Bougainvillea wurde 1789 durch Philibert Commerson in Antoine Laurent de Jussieu: Genera Plantarum, S. 91 aufgestellt; der Name ehrt den französischen Seefahrer und „Entdecker“ Louis Antoine de Bougainville, nach dem auch die Insel Bougainville (Salomonen) benannt ist. Im Zuge von dessen Weltumsegelung 1766/69 „entdeckte“ allerdings wohl Commersons Begleiterin und heimliche Geliebte Jeanne Baret eine Pflanze der Gattung in Südamerika am Rand von Rio de Janeiro.

In Europa eingeführt wurde die Art aus Ägypten durch den international erfolgreichen und ausgezeichneten deutschen Gärtnermeister und Züchter Karl Ruser.

Wegen ihrer farbenprächtigen Hochblätter und der Fähigkeit, Mauern und Zäune zu überwachsen, werden sie häufig als Zierpflanzen genutzt. In Kultur finden sich drei der 18 Arten der Gattung, von denen es einige Sorten gibt. Zu den kultivierten Arten gehören Bougainvillea glabra, Bougainvillea spectabilis, Bougainvillea peruviana und ihre Hybriden.

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Blumen

Der Blumen-Mythos

Na was denn nun?

Gehören Blumen nun zur kleingärtnerischen Nutzung oder nicht?

Seit ewigen Jahren gibt es die Mythen, Missverständnisse und immer wieder kehrende  Diskussionen zum Thema Blumen und der kleingärtnerischen Nutzung, wenn es um die Auflagen von Vorständen zum Obst- und Gemüseanbau geht.

Wenn man sich das Urteil des BGH´s durchließt, gehören die Blumen eindeutig NICHT zum Obst- und Gemüseanbau, sondern zum Punkt 2!

Für die materiellen Dinge des Kleingartens hat sich folgende Einteilung in drei Kategorien (30 % – Regel) entwickelt.

1. Gartenerzeugnisse:
Anpflanzung insbesondere von Obstgehölzen, Gemüsepflanzen, Wildgemüsepflanzen, Heilpflanzen und Gewürzpflanzen, Wildfruchtpflanzen, Feldfruchtpflanzen und dazu die Nutzung von Frühbeetkästen, Kleingewächshaus etc.

2. Zierpflanzen und Gräser:
Anpflanzung von Sommerblumenpflanzen, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Stauden, Ziergehölzen (Moorbeetpflanzen, Rosen, Klettergehölze) ohne Laub- und Nadelhölzer, sowie Rasen durch Bewuchs mit Gräsern.

3. Bauliche Anlagen und sonstige Einrichtungen:
Laube, Rankgerüste, Sitzplätze, Wasserbecken, Biotop, Hauptweg, Zaun, Gartentür, Sandkasten, Schaukel, Bienenstand, gestalterische Elemente etc.

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Blumen, Kleingartenwesen, Mythen und Fake, Rechtliches

Tomatenmosaikvirus

[Foto: Scot Nelson - CC BY 2.0]

Das Tomatenmosaikvirus

(wissenschaftlich Tomato mosaic virus, Akronym ToMV) ist ein starres, stäbchenförmiges Pflanzenvirus mit helikaler Symmetrie. Es ist 300 nm lang, 19 nm breit und gehört zur Gattung der Tobamoviren.

Das Genom besteht aus einzelsträngiger Ribonukleinsäure von ca. 6384 Basen Länge mit positiver Polarität. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Hauptwirt des ToMV die Tomate (Solanum lycopersicum).

Es können aber auch andere Pflanzen, wie Tabak oder Paprika infiziert werden. Das Krankheitsbild äußert sich in Blattnekrosen, Blattscheckung in Form von Mosaiken und Wachstumshemmungen.

Das Tomatenmosaikvirus ist ein Pflanzenpathogen, d. h. es befällt ausschließlich Pflanzen und stellt für den Menschen keinerlei Gefahr dar, weder bei Kontakt mit einer infizierten Pflanze, noch bei Verzehr einer infizierten Frucht.

Bei Tomaten ist ein Befall leicht an der, im Grünton abweichenden, mosaikartigen Fleckung der Blätter und den Nekrosen, besonders entlang der Hauptadern, erkennbar.

Diese Viruskrankheit wird durch Blattläuse übertragen und weist an den verschiedenen Pflanzenarten unterschiedlichen Befalls Symptome auf.

Virus

Um im privaten Haushalt die Infektionsrate zu reduzieren und gekaufte, möglicherweise kontaminierte Samen zu säubern und damit eine Durchseuchung des Bodens zu verhindern, empfiehlt sich ein gründliches Abwaschen mit warmen Wasser. Gründliches Händewaschen und Sterilisation der Werkzeuge sind essentiell.

Um vor kontaminierten Boden gefeit zu sein, hilft Dämpfen bei mindestens 90 °C, allerdings ist diese Methode recht aufwändig. Ist das Virus erst einmal in die heimischen Pflanzenbestände eingedrungen, kann nur noch die Eliminierung infizierter Pflanzen (am besten verbrennen) und des darum befindlichen Bodens gegen eine weitere Ausbreitung helfen.

Da es keinen natürlichen Vektor als Überträger gibt (z. B. Insekten), sondern dies durch rein mechanische Weise geschieht, gibt es auch kein Pestizid oder dergleichen mit dem der Verbreitung Einhalt geboten werden könnte.

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Pflanzenkrankheiten, Schädling oder Nützling

Der Verein und die Verbände

Bundesverband Deutscher Gartenfreunde

Deutschlands organisierte Kleingärtner

Die Mehrzahl der Kleingärtner in Deutschland ist unter dem Dach des BDG und seinen 19 Landesverbänden organisiert.

Knapp 900.000 Pächter gärtnern in Deutschland. Rund 5 Millionen Menschen nutzen einen Kleingarten mit Familie und Freunden in knapp 13.500 Vereinen und bewirtschafteten dabei etwa 44.000 ha (460 km²) Kleingartenflächen.

Zum Vergleich: Das entspricht 3 % der gesamten Naturschutzfläche Deutschlands (1,4 Mio. ha).

Mit knapp 197.000 verpachteten Kleingärten insgesamt und damit als mitgliedsstärkster Verband führt der Landesverband Sachsen der Kleingärtner nach wie vor das Ranking an, wenn es um die Gesamtanzahl bewirtschafteter Kleingärten innerhalb derim BDG organisierten Landesverbände geht. Sachsen-Anhalt (87.000) und Berlin (knapp 66.000) folgen auf Platz 2 und 3.

Quelle: Bundesverband Stand 2020 – Sandra von Rekowski, BDG

Friede, Freude, Eierkuchen

Wer das denkt, liegt hier nicht ganz richtig.

Einige “Basisverbände”, welche sich direkt mit den Kleingartenvereinen zu beschäftigen haben, stehen teilweise unter mächtigem Druck und starker Kritik.

In den letzten 15 Jahren gab es schon reichlich schlimme hausgemachte Probleme in einigen Bundesländern. Diesen wirtschaftlichen und ideellen Schaden wieder gerade zu biegen, wird daher nicht ganz leicht werden.

Ein weiteres riesiges Problem und zweischneidiges Schwert, sind die Alterstrukturen und Unwissenheit in den Vereinsvorständen.

Machen wir uns nichts vor. Viele Senioren führen die Vorstandspositionen nur aus, damit der Verein überhaupt noch am Leben gehalten wird und keine teure Fremdverwaltung durchgeführt werden muss. Danke dafür!

Bei anderen Vereinsvorständen ist die Unwissenheit so gross, das mancher “Basisverband” reichlich zu tun hat, die Fehler wieder gerade zu biegen. Das kostet nicht nur Nerven und Zeit, sondern öfters richtig Geld.

Lobbyisten und Dienstleister

Sämtliche Kleingartenverbände in Deutschland haben die Pflicht uns Kleingärtner zu schützen. Immerhin stehen hier in Deutschland fast 5 Mio. Wähler auf der “politischen Matte”.  Das ist auch nicht einfach so daher gesagt. Hier geht es um die grünen Lungen in den Städten und Gemeinden und um das Klima. Über das Thema Wohnungsbau und das Plattmachen von ganzen Vereinen, berichte ich in einem anderen Artikel in dieser Reihe.

Langsam werden es immer mehr Verbände, die sich tatsächlich als echter Dienstleister sehen. Und das ist auch gut so.

Versicherungen, Rechtsbeistände, Vertragsverhandlungen und Pachterverträge sind nur ein Bruchteil davon, bei dem Kleingartenvorstände das Fachwissen der Verbände vermittelt bekommen müssen.

Eins sollte jetzt an der Stelle aber mal endlich jedem Mitglied, Pächter und Vorstand klar werden. Das geht in dieser Gesellschaft nicht ohne Geld und nicht ohne eine ordentliche Bezahlung von hauptamtlichen Mitarbeiter. Wer immer noch denkt, dass man einen gut funktionierenden Verband ehrenamtlich nebenbei leiten kann, hat wohl die Zeichen der Zeit schon länger verpasst. Ich weiß von was ich rede. Denkt mal ernsthaft darüber nach!

Strukturen und Wandel

Die ersten positiven Anzeichen sind da. Langsam verjüngen sich die Mitglieder in den Vereinen und es gibt auch sogar so manches neue junges Vorstandsmitglied.

Auch das Nachdenken über das Bundeskleingartengesetz scheint voll im Gange zu sein.

Es wird Zeit, dass die neuen Kleingartenvorstände auch ihre Verantwortung in den Verbänden wahrnehmen und der Ja-Sagerei ein Ende setzen.

André Kind

1. Vorsitzender

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Kleingartenwesen

Rekord-Sonnenblume

Mit rund 3,55 m wurde die längste Sonnenblume, welche bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 145), am 19.08.2019 gemessen.

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Blumen, Rekorde

Rekord-Bohne

Mit rund 31 cm wurde die längste Kletterbohne, welche bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 061), am 15.09.2017 geerntet.

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Gemüse, Rekorde

Rekord-Kohlrabi

Der größte Kohlrabi, welcher bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 061), wurde am 18.08.2017 geerntet.

Er wog 2,844 kg und hatte einen Durchmesser von rund 20 cm.

 

 

 

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Gemüse, Rekorde

Rekord-Tomate

Die größte Tomate, welche bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 061), wurde am 30.09.2018 geerntet.

Sie wog 875 Gramm. Die eine Tomate für den Salat reichte.

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Gemüse, Rekorde

Rekord-Melone

Die größte Melone, welche bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 060), wurde am 30.08.2019 geerntet.

Sie wog 8,646 kg und musste in zwei Teile geschnitten werden, da die einfache Küchenwaage nur bis 5 kg messen kann.

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Exoten, Obst, Rekorde
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23