Aktuelles

Der Blumen-Mythos

Na was denn nun?

Gehören Blumen nun zur kleingärtnerischen Nutzung oder nicht?

Seit ewigen Jahren gibt es die Mythen, Missverständnisse und immer wieder kehrende  Diskussionen zum Thema Blumen und der kleingärtnerischen Nutzung, wenn es um die Auflagen von Vorständen zum Obst- und Gemüseanbau geht.

Wenn man sich das Urteil des BGH´s durchließt, gehören die Blumen eindeutig NICHT zum Obst- und Gemüseanbau, sondern zum Punkt 2!

Für die materiellen Dinge des Kleingartens hat sich folgende Einteilung in drei Kategorien (30 % – Regel) entwickelt.

1. Gartenerzeugnisse:
Anpflanzung insbesondere von Obstgehölzen, Gemüsepflanzen, Wildgemüsepflanzen, Heilpflanzen und Gewürzpflanzen, Wildfruchtpflanzen, Feldfruchtpflanzen und dazu die Nutzung von Frühbeetkästen, Kleingewächshaus etc.

2. Zierpflanzen und Gräser:
Anpflanzung von Sommerblumenpflanzen, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Stauden, Ziergehölzen (Moorbeetpflanzen, Rosen, Klettergehölze) ohne Laub- und Nadelhölzer, sowie Rasen durch Bewuchs mit Gräsern.

3. Bauliche Anlagen und sonstige Einrichtungen:
Laube, Rankgerüste, Sitzplätze, Wasserbecken, Biotop, Hauptweg, Zaun, Gartentür, Sandkasten, Schaukel, Bienenstand, gestalterische Elemente etc.

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Tomatenmosaikvirus

[Foto: Scot Nelson - CC BY 2.0]

Das Tomatenmosaikvirus

(wissenschaftlich Tomato mosaic virus, Akronym ToMV) ist ein starres, stäbchenförmiges Pflanzenvirus mit helikaler Symmetrie. Es ist 300 nm lang, 19 nm breit und gehört zur Gattung der Tobamoviren.

Das Genom besteht aus einzelsträngiger Ribonukleinsäure von ca. 6384 Basen Länge mit positiver Polarität. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Hauptwirt des ToMV die Tomate (Solanum lycopersicum).

Es können aber auch andere Pflanzen, wie Tabak oder Paprika infiziert werden. Das Krankheitsbild äußert sich in Blattnekrosen, Blattscheckung in Form von Mosaiken und Wachstumshemmungen.

Das Tomatenmosaikvirus ist ein Pflanzenpathogen, d. h. es befällt ausschließlich Pflanzen und stellt für den Menschen keinerlei Gefahr dar, weder bei Kontakt mit einer infizierten Pflanze, noch bei Verzehr einer infizierten Frucht.

Bei Tomaten ist ein Befall leicht an der, im Grünton abweichenden, mosaikartigen Fleckung der Blätter und den Nekrosen, besonders entlang der Hauptadern, erkennbar.

Diese Viruskrankheit wird durch Blattläuse übertragen und weist an den verschiedenen Pflanzenarten unterschiedlichen Befalls Symptome auf.

Virus

Um im privaten Haushalt die Infektionsrate zu reduzieren und gekaufte, möglicherweise kontaminierte Samen zu säubern und damit eine Durchseuchung des Bodens zu verhindern, empfiehlt sich ein gründliches Abwaschen mit warmen Wasser. Gründliches Händewaschen und Sterilisation der Werkzeuge sind essentiell.

Um vor kontaminierten Boden gefeit zu sein, hilft Dämpfen bei mindestens 90 °C, allerdings ist diese Methode recht aufwändig. Ist das Virus erst einmal in die heimischen Pflanzenbestände eingedrungen, kann nur noch die Eliminierung infizierter Pflanzen (am besten verbrennen) und des darum befindlichen Bodens gegen eine weitere Ausbreitung helfen.

Da es keinen natürlichen Vektor als Überträger gibt (z. B. Insekten), sondern dies durch rein mechanische Weise geschieht, gibt es auch kein Pestizid oder dergleichen mit dem der Verbreitung Einhalt geboten werden könnte.

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Der Verein und die Verbände

Bundesverband Deutscher Gartenfreunde

Deutschlands organisierte Kleingärtner

Die Mehrzahl der Kleingärtner in Deutschland ist unter dem Dach des BDG und seinen 19 Landesverbänden organisiert.

Knapp 900.000 Pächter gärtnern in Deutschland. Rund 5 Millionen Menschen nutzen einen Kleingarten mit Familie und Freunden in knapp 13.500 Vereinen und bewirtschafteten dabei etwa 44.000 ha (460 km²) Kleingartenflächen.

Zum Vergleich: Das entspricht 3 % der gesamten Naturschutzfläche Deutschlands (1,4 Mio. ha).

Mit knapp 197.000 verpachteten Kleingärten insgesamt und damit als mitgliedsstärkster Verband führt der Landesverband Sachsen der Kleingärtner nach wie vor das Ranking an, wenn es um die Gesamtanzahl bewirtschafteter Kleingärten innerhalb derim BDG organisierten Landesverbände geht. Sachsen-Anhalt (87.000) und Berlin (knapp 66.000) folgen auf Platz 2 und 3.

Quelle: Bundesverband Stand 2020 – Sandra von Rekowski, BDG

Friede, Freude, Eierkuchen

Wer das denkt, liegt hier nicht ganz richtig.

Einige “Basisverbände”, welche sich direkt mit den Kleingartenvereinen zu beschäftigen haben, stehen teilweise unter mächtigem Druck und starker Kritik.

In den letzten 15 Jahren gab es schon reichlich schlimme hausgemachte Probleme in einigen Bundesländern. Diesen wirtschaftlichen und ideellen Schaden wieder gerade zu biegen, wird daher nicht ganz leicht werden.

Ein weiteres riesiges Problem und zweischneidiges Schwert, sind die Alterstrukturen und Unwissenheit in den Vereinsvorständen.

Machen wir uns nichts vor. Viele Senioren führen die Vorstandspositionen nur aus, damit der Verein überhaupt noch am Leben gehalten wird und keine teure Fremdverwaltung durchgeführt werden muss. Danke dafür!

Bei anderen Vereinsvorständen ist die Unwissenheit so gross, das mancher “Basisverband” reichlich zu tun hat, die Fehler wieder gerade zu biegen. Das kostet nicht nur Nerven und Zeit, sondern öfters richtig Geld.

Lobbyisten und Dienstleister

Sämtliche Kleingartenverbände in Deutschland haben die Pflicht uns Kleingärtner zu schützen. Immerhin stehen hier in Deutschland fast 5 Mio. Wähler auf der “politischen Matte”.  Das ist auch nicht einfach so daher gesagt. Hier geht es um die grünen Lungen in den Städten und Gemeinden und um das Klima. Über das Thema Wohnungsbau und das Plattmachen von ganzen Vereinen, berichte ich in einem anderen Artikel in dieser Reihe.

Langsam werden es immer mehr Verbände, die sich tatsächlich als echter Dienstleister sehen. Und das ist auch gut so.

Versicherungen, Rechtsbeistände, Vertragsverhandlungen und Pachterverträge sind nur ein Bruchteil davon, bei dem Kleingartenvorstände das Fachwissen der Verbände vermittelt bekommen müssen.

Eins sollte jetzt an der Stelle aber mal endlich jedem Mitglied, Pächter und Vorstand klar werden. Das geht in dieser Gesellschaft nicht ohne Geld und nicht ohne eine ordentliche Bezahlung von hauptamtlichen Mitarbeiter. Wer immer noch denkt, dass man einen gut funktionierenden Verband ehrenamtlich nebenbei leiten kann, hat wohl die Zeichen der Zeit schon länger verpasst. Ich weiß von was ich rede. Denkt mal ernsthaft darüber nach!

Strukturen und Wandel

Die ersten positiven Anzeichen sind da. Langsam verjüngen sich die Mitglieder in den Vereinen und es gibt auch sogar so manches neue junges Vorstandsmitglied.

Auch das Nachdenken über das Bundeskleingartengesetz scheint voll im Gange zu sein.

Es wird Zeit, dass die neuen Kleingartenvorstände auch ihre Verantwortung in den Verbänden wahrnehmen und der Ja-Sagerei ein Ende setzen.

André Kind

1. Vorsitzender

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Kleingartenwesen

Rekord-Sonnenblume

Mit rund 3,55 m wurde die längste Sonnenblume, welche bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 145), am 19.08.2019 gemessen.

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Rekord-Bohne

Mit rund 31 cm wurde die längste Kletterbohne, welche bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 061), am 15.09.2017 geerntet.

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Rekord-Kohlrabi

Der größte Kohlrabi, welcher bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 061), wurde am 18.08.2017 geerntet.

Er wog 2,844 kg und hatte einen Durchmesser von rund 20 cm.

 

 

 

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Rekord-Tomate

Die größte Tomate, welche bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 061), wurde am 30.09.2018 geerntet.

Sie wog 875 Gramm. Die eine Tomate für den Salat reichte.

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Rekord-Melone

Die größte Melone, welche bisher in unserem Kleingartenverein gewachsen ist (Parzelle 060), wurde am 30.08.2019 geerntet.

Sie wog 8,646 kg und musste in zwei Teile geschnitten werden, da die einfache Küchenwaage nur bis 5 kg messen kann.

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Blasenstrauch

Der Gelbe Blasenstrauch (Colutea arborescens)

oder Gewöhnliche Blasenstrauch ist eine Pflanzenart aus der Gattung Blasensträucher (Colutea arborescens) in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Der Gelbe Blasenstrauch ist ein sommergrüner, reich verzweigter Strauch, der je nach Standort Wuchshöhen von 1 bisund 4 Metern erreicht. Die Rinde der unbedornten Zweige ist anfangs behaart und später kahl und fasert in Längsstreifen von Ästen und Stamm ab.

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. In den Blattachseln stehen auf langen Blütenstandsschäften die traubigen Blütenstände.

Giftig und verboten

Samen und Blätter des Gelben Blasenstrauchs sind giftig. Hauptwirkstoffe: In den Blättern und Hülsen Coluteasäure; in den Blättern und Samen ein chemisch noch nicht erforschter Bitterstoff. Im Samen noch etwa 1 % Canavanin.

In der Literatur wird verschiedentlich behauptet, dass die Pflanze auch Cytisin enthalten soll. In neueren Arbeiten wird das aber bestritten, und der noch unbekannte Bitterstoff für die abführende Wirkung verantwortlich gemacht. Vergiftungserscheinungen: Durchfall, gelegentlich Erbrechen.

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Kleingärten im Fokus der Medien

Bundesweit wuchs pandemiebedingt – quer durch alle Bevölkerungsschichten – deutlich das Interesse an wohnortnahen Kleingärten. Das war auch beim Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) im Jahr 2020 durch eine erhöhte Anzahl an Presseanfragen spürbar.

Von Bedeutung waren vor allem gesellschaftspolitische Themen wie die gestiegene Nachfrage nach Kleingärten, das Bundeskleingartengesetz, Kleingärten im Konkurrenzkampf mit Bauland und die Rechte und Pflichten von Kleingärtnern. Etwa 65 % der Anfragen in der Rubrik Gesellschaft und Politik bezogen sich dabei allein auf die Corona-Krise und die Auswirkungen auf das Kleingartenwesen.

Darüber hinaus war der BDG 2020 auch beliebter Ansprechpartner, wenn es um gärtnerische und gartenkulturelle Fachthemen ging. 37 % der beim BDG eingegangenen Anfragen kamen von Printmedien: Die Berliner Morgenpost, Bild, Stern, Focus, Zeit, Apotheken Rundschau, Süddeutsche Zeitung und viele mehr berichteten im Laufe des vergangenen Jahres. 30 % der Journalisten recherchierten über den BDG für Online-Berichte, wie die Stuttgarter Zeitung, der Südwestrundfunk oder das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Hinzu kamen rund 20 % von Presseagenturen wie dpa oder Reuters sowie 13 % für TV-Produktionen, hier unter anderem zu den Themen „Gartenkultur“ und „Kleingärten in Zeiten von Corona“ von ARD, MDR und ZDF.

Bereits vor Beginn der Corona-Pandemie war das Interesse an Kleingärten hoch. Eine nochmals deutliche Steigerung der Nachfrage brachte dann das vergangene Jahr. Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, eingeschränkte Reisemöglichkeiten, reduzierter Schul- und Kitabetrieb waren unter anderem Gründe, die den Wunsch nach einem eigenen Kleingarten für viele Menschen zusätzlich verstärkt haben.

Sandra von Rekowski, Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG)

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