Kleingartenwesen

Der Blumen-Mythos

Na was denn nun?

Gehören Blumen nun zur kleingärtnerischen Nutzung oder nicht?

Seit ewigen Jahren gibt es die Mythen, Missverständnisse und immer wieder kehrende  Diskussionen zum Thema Blumen und der kleingärtnerischen Nutzung, wenn es um die Auflagen von Vorständen zum Obst- und Gemüseanbau geht.

Wenn man sich das Urteil des BGH´s durchließt, gehören die Blumen eindeutig NICHT zum Obst- und Gemüseanbau, sondern zum Punkt 2!

Für die materiellen Dinge des Kleingartens hat sich folgende Einteilung in drei Kategorien (30 % – Regel) entwickelt.

1. Gartenerzeugnisse:
Anpflanzung insbesondere von Obstgehölzen, Gemüsepflanzen, Wildgemüsepflanzen, Heilpflanzen und Gewürzpflanzen, Wildfruchtpflanzen, Feldfruchtpflanzen und dazu die Nutzung von Frühbeetkästen, Kleingewächshaus etc.

2. Zierpflanzen und Gräser:
Anpflanzung von Sommerblumenpflanzen, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Stauden, Ziergehölzen (Moorbeetpflanzen, Rosen, Klettergehölze) ohne Laub- und Nadelhölzer, sowie Rasen durch Bewuchs mit Gräsern.

3. Bauliche Anlagen und sonstige Einrichtungen:
Laube, Rankgerüste, Sitzplätze, Wasserbecken, Biotop, Hauptweg, Zaun, Gartentür, Sandkasten, Schaukel, Bienenstand, gestalterische Elemente etc.

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Der Verein und die Verbände

Bundesverband Deutscher Gartenfreunde

Deutschlands organisierte Kleingärtner

Die Mehrzahl der Kleingärtner in Deutschland ist unter dem Dach des BDG und seinen 19 Landesverbänden organisiert.

Knapp 900.000 Pächter gärtnern in Deutschland. Rund 5 Millionen Menschen nutzen einen Kleingarten mit Familie und Freunden in knapp 13.500 Vereinen und bewirtschafteten dabei etwa 44.000 ha (460 km²) Kleingartenflächen.

Zum Vergleich: Das entspricht 3 % der gesamten Naturschutzfläche Deutschlands (1,4 Mio. ha).

Mit knapp 197.000 verpachteten Kleingärten insgesamt und damit als mitgliedsstärkster Verband führt der Landesverband Sachsen der Kleingärtner nach wie vor das Ranking an, wenn es um die Gesamtanzahl bewirtschafteter Kleingärten innerhalb derim BDG organisierten Landesverbände geht. Sachsen-Anhalt (87.000) und Berlin (knapp 66.000) folgen auf Platz 2 und 3.

Quelle: Bundesverband Stand 2020 – Sandra von Rekowski, BDG

Friede, Freude, Eierkuchen

Wer das denkt, liegt hier nicht ganz richtig.

Einige “Basisverbände”, welche sich direkt mit den Kleingartenvereinen zu beschäftigen haben, stehen teilweise unter mächtigem Druck und starker Kritik.

In den letzten 15 Jahren gab es schon reichlich schlimme hausgemachte Probleme in einigen Bundesländern. Diesen wirtschaftlichen und ideellen Schaden wieder gerade zu biegen, wird daher nicht ganz leicht werden.

Ein weiteres riesiges Problem und zweischneidiges Schwert, sind die Alterstrukturen und Unwissenheit in den Vereinsvorständen.

Machen wir uns nichts vor. Viele Senioren führen die Vorstandspositionen nur aus, damit der Verein überhaupt noch am Leben gehalten wird und keine teure Fremdverwaltung durchgeführt werden muss. Danke dafür!

Bei anderen Vereinsvorständen ist die Unwissenheit so gross, das mancher “Basisverband” reichlich zu tun hat, die Fehler wieder gerade zu biegen. Das kostet nicht nur Nerven und Zeit, sondern öfters richtig Geld.

Lobbyisten und Dienstleister

Sämtliche Kleingartenverbände in Deutschland haben die Pflicht uns Kleingärtner zu schützen. Immerhin stehen hier in Deutschland fast 5 Mio. Wähler auf der “politischen Matte”.  Das ist auch nicht einfach so daher gesagt. Hier geht es um die grünen Lungen in den Städten und Gemeinden und um das Klima. Über das Thema Wohnungsbau und das Plattmachen von ganzen Vereinen, berichte ich in einem anderen Artikel in dieser Reihe.

Langsam werden es immer mehr Verbände, die sich tatsächlich als echter Dienstleister sehen. Und das ist auch gut so.

Versicherungen, Rechtsbeistände, Vertragsverhandlungen und Pachterverträge sind nur ein Bruchteil davon, bei dem Kleingartenvorstände das Fachwissen der Verbände vermittelt bekommen müssen.

Eins sollte jetzt an der Stelle aber mal endlich jedem Mitglied, Pächter und Vorstand klar werden. Das geht in dieser Gesellschaft nicht ohne Geld und nicht ohne eine ordentliche Bezahlung von hauptamtlichen Mitarbeiter. Wer immer noch denkt, dass man einen gut funktionierenden Verband ehrenamtlich nebenbei leiten kann, hat wohl die Zeichen der Zeit schon länger verpasst. Ich weiß von was ich rede. Denkt mal ernsthaft darüber nach!

Strukturen und Wandel

Die ersten positiven Anzeichen sind da. Langsam verjüngen sich die Mitglieder in den Vereinen und es gibt auch sogar so manches neue junges Vorstandsmitglied.

Auch das Nachdenken über das Bundeskleingartengesetz scheint voll im Gange zu sein.

Es wird Zeit, dass die neuen Kleingartenvorstände auch ihre Verantwortung in den Verbänden wahrnehmen und der Ja-Sagerei ein Ende setzen.

André Kind

1. Vorsitzender

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Kleingärten im Fokus der Medien

Bundesweit wuchs pandemiebedingt – quer durch alle Bevölkerungsschichten – deutlich das Interesse an wohnortnahen Kleingärten. Das war auch beim Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) im Jahr 2020 durch eine erhöhte Anzahl an Presseanfragen spürbar.

Von Bedeutung waren vor allem gesellschaftspolitische Themen wie die gestiegene Nachfrage nach Kleingärten, das Bundeskleingartengesetz, Kleingärten im Konkurrenzkampf mit Bauland und die Rechte und Pflichten von Kleingärtnern. Etwa 65 % der Anfragen in der Rubrik Gesellschaft und Politik bezogen sich dabei allein auf die Corona-Krise und die Auswirkungen auf das Kleingartenwesen.

Darüber hinaus war der BDG 2020 auch beliebter Ansprechpartner, wenn es um gärtnerische und gartenkulturelle Fachthemen ging. 37 % der beim BDG eingegangenen Anfragen kamen von Printmedien: Die Berliner Morgenpost, Bild, Stern, Focus, Zeit, Apotheken Rundschau, Süddeutsche Zeitung und viele mehr berichteten im Laufe des vergangenen Jahres. 30 % der Journalisten recherchierten über den BDG für Online-Berichte, wie die Stuttgarter Zeitung, der Südwestrundfunk oder das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Hinzu kamen rund 20 % von Presseagenturen wie dpa oder Reuters sowie 13 % für TV-Produktionen, hier unter anderem zu den Themen „Gartenkultur“ und „Kleingärten in Zeiten von Corona“ von ARD, MDR und ZDF.

Bereits vor Beginn der Corona-Pandemie war das Interesse an Kleingärten hoch. Eine nochmals deutliche Steigerung der Nachfrage brachte dann das vergangene Jahr. Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, eingeschränkte Reisemöglichkeiten, reduzierter Schul- und Kitabetrieb waren unter anderem Gründe, die den Wunsch nach einem eigenen Kleingarten für viele Menschen zusätzlich verstärkt haben.

Sandra von Rekowski, Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG)

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Einfach alles im Blick

 Wichtige Dinge im Blick zu halten, ist nicht immer einfach in der schnelllebigen Zeit.

 Anhand des rechten Menüteils auf unserer Webseite, sind schon mehr als über 300 Informationen, Hinweise und Artikel zusammengefügt und weitere werden auch folgen. Da kann man leicht den Überblick verlieren.

Mit den nachfolgenden Bereichen haben wir für Euch die Themen und Links konzentriert. Natürlich ist auch noch nicht alles komplett fertig und wird in den nächsten Jahren weiterhin mit Wissen aufgefüllt.

Eure Wünsche nehmen wir auch gern entgegen.

Mit dem Garten-Wiki alles im Blick

Mit dieser kleinen Artikelreihe geben wir Euch Schritt für Schritt ein wenig Fachwissen mit an die Hand. Dieses kleine Wiki umfasst derzeit die Bereiche Obst, Gemüse, Schädlinge, Nützlinge, Pflanzenkrankheiten, Giftpflanzen, Kräuter und verbotene Pflanzen.

Artikelreihe rund um den Verein

Mit dieser Artikelreihe geben wir Euch Informationen, Regeln und Zusammenhänge rund um den Verein sowie dem Vereinsleben zur Kenntnis.

Vielleicht wir dadurch einigen Mitglieder endlich deutlich das es nicht um sie geht, sondern um die Existenz der Gemeinschaft und um reine Vereinsinteressen nach außen.

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Täglich grüßt das Murmeltier

 Alles ist eigentlich schon seit VKSK-Zeiten aus der DDR bekannt!

Unerlaubte Bepflanzungen, Pflanzabstände und die 30% Anbau von Obst und Gemüse sind ein uralter Hut.

Selbst der neue Vorstand diskutiert und schreibt immer wieder die gleichen Mitglieder zu diesen Themen jedes Jahr an.

Informiert Euch doch mal einfach im internen Bereich über das Dokument der Kleingartenordnung.

Hier findet Ihr nicht nur die verbotenen Pflanzen und Pflanzabstände, sondern in den Anlagen auch Hinweise zu problematischen und giftigen Pflanzen.


5 Parzellen wurden dieses Jahr jetzt mit einer ablaufenden Auflage zum 30.11.2021 belegt. Schade, dass wir solche rigerosen Maßnahmen jetzt, wegen der perönlichen Ignoranz, ergreifen müssen.

Seit 2018 haben wir den Pächtern, welche unerlaubte Bepflanzungen entfernen sollten und wollten, 2 x im Jahr 4 kostenlose Container zur Verfügung gestellt. 2021 ist jetzt die letzte Saison für diese Container. Eine kostenlose Fortführung wird es danach nicht mehr geben.

An alle anderen 19 Mitglieder haben wir letztmalig einen netten Hinweis gesendet. Bitte nutzt die letzte Aktion in dieser Saison.


Wo ist jetzt das eigentliche Problem mit dem 30%-igen Anbau von Obst und Gemüse?

Das fragen wir uns seit Jahren auch. Seit 2018 bis heute haben wir über 35 Neupächter in unserer Anlage. Davon sind rund 80% ohne jegliche Kleingartenerfahrung zu uns gekommen und kurioser Weise kannten diese Personen alle diese 30%-Regel. Seltsam, oder?

 
2020 haben aber auch viele von Euch wirklich schon etwas getan und den Anbau wesentlich verbessert.

Das freut uns wirklich sehr. Danke.

Dieses Jahr haben wir noch 10 Abmahnungen mit der Herstellung der kleingärtnerichen Nutzung versenden müssen. Wenn diese nicht beachtet werden, führt das leider zur fristlosen Kündigung.

Daher sind es dieses Jahr auch nur noch runde 30 Parzellen, welche einen netten Hinweis erhalten haben, ihren Obst- und Gemüseanbau noch etwas  zu erhöhen.

Sollte es sich weiterhin so positiv entwickeln, steht der nächsten Kontrolle durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer nichts entgegen.

Wer uns aber weiterhin ignorieren will, sollte sich mal das nachfolgende BGH-Urteil ernsthaft durchlesen!

Das Urteil des BGH´s ist eindeutig und wir werden dies auch mit aller Konsequenz vor Gericht rechtlich umsetzen, um unseren Verein zu schützen.

Pflichten im Kleingartenwesen:

Der Bundesgerichtshof hat im Urteil III ZR 281/03 vom 17. Juni 2004 die Beifügung „insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf“ präzisiert und geurteilt, dass „in der Regel wenigstens ein Drittel der Fläche zum Anbau von Gartenerzeugnissen für den Eigenbedarf“ zu nutzen sei. Es versteht sich von selbst, dass von den Anpflanzungen Obstgehölze und Gemüsepflanzen (Kategorie 1.) die größten Gruppen zur Gewinnung von Gartenerzeugnissen sind.

Für die materiellen Dinge des Kleingartens hat sich folgende Einteilung in drei Kategorien (30 % – Regel) entwickelt.

1. Gartenerzeugnisse:
Anpflanzung insbesondere von Obstgehölzen, Gemüsepflanzen, Wildgemüsepflanzen, Heilpflanzen und Gewürzpflanzen, Wildfruchtpflanzen, Feldfruchtpflanzen und dazu die Nutzung von Frühbeetkästen, Kleingewächshaus etc.

2. Zierpflanzen und Gräser:
Anpflanzung von Sommerblumenpflanzen, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Stauden, Ziergehölzen (Moorbeetpflanzen, Rosen, Klettergehölze) ohne Laub- und Nadelhölzer, sowie Rasen durch Bewuchs mit Gräsern.

3. Bauliche Anlagen und sonstige Einrichtungen:
Laube, Rankgerüste, Sitzplätze, Wasserbecken, Biotop, Hauptweg, Zaun, Gartentür, Sandkasten, Schaukel, Bienenstand, gestalterische Elemente etc.

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Der Verein und das Bauen

Was geht und was geht nicht!

Jeder Pächter ist bemüht das maximale für sich heraus zu holen. Das ist ja auch soweit legitim. Die Frage ist nur, was geht und was nicht.

Bleiben wir doch erst ein mal bei der Laube und lasst uns die prinzipiellen Dinge aufgreifen.

  1. Laubenneubauten, Laubenumbauten und Laubenanbauten sowie der Abriß sind prinzipiell genehmigungspflichtig. Hierzu ist ein entsprechender Bauantrag (siehe interne Dokumente) kostenpflichtig einzureichen. Die Genehmigung erfolgt extern.
  2. Eine Laube darf eine überdachte Fläche von insgesamt 24 m2 nicht überschreiten.
  3. Dachüberstände unter 0,60 cm werden dabei nicht mit berechnet.
  4. Es ist nur ein Baukörper pro Parzelle zulässig.
  5. Das Aufstellen von Metallgerätehäusern ist nicht gestattet.
  6. Die Errichtung der Laube hat grundsätzlich mindestens 0,60 m von der Grenze des/der angrenzenden Kleingärten zu erfolgen.
  7. Eine übergroße Laube, welche unter Bestandsschutz steht, kann nicht abgerissen und anschließend neu aufgebaut werden. Sie verliert dadurch ihren kompletten Bestandsschutz.
  8. Eine praktikable Lösung für Bestandsschutzlauben nennt sich “Mauerwerksaustausch” oder “Sanierung” über einen längeren Zeitraum.
  9. Nicht genehmigte Bauten (sogenannte “Schwarzbauten”) werden bei uns, mit Kenntnisnahme, mit einem Bußgeld nicht unter 100,00 € bestraft. Der Rückbau hat innerhalb von 14 Tagen zu erfolgen.
  10. Sogenannte “Doppelgärten” dürfen ebenfalls nur einen Baukörper, pro Pächter (Bitte jetzt genau Nachdenken!) mit max. 24 m2 haben. Altbestände stehen noch unter Bestandsschutz, müssen aber sämtliche Beiträge doppelt bezahlen.
  11. Stationäre Badebecken und Badebecken, die in das Erdreich eingelassen, gemauert oder betoniert werden sollen, sind unzulässig. Die Errichtung nichtstationärer Badebecken mit einem Fassungsvermögen bis zu 7 Kubikmeter ist kalenderjährlich in den Monaten Mai bis September statthaft, wenn durch ihre Nutzung keine Beeinträchtigungen für die angrenzenden Kleingärtner ausgehen und das Wasser jeweils bis zum 30. September umweltfreundlich entsorgt wird.
  12. Mit der Errichtung der nach dieser Ordnung zulässigen Lauben und baulichen Anlagen darf erst dann begonnen werden, wenn die erforderlichen Erlaubnisse und Genehmigungen vorliegen.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Zu den Themen:

  • Aufstellung nichtstationärer Badebecken
  • Aufstellung Zaun
  • Aufstellung Sichtschutz
  • Aufstellung Brunnen
  • Aufstellung Spielturm
  • Aufstellung Schaukel
  • Aufstellung Trampolin
  • Aufstellung Feuerschale
  • Aufstellung mobile Überdachung
  • Aufstellung Zelt (kurzzeitig)
  • Aufstellung Gartenteich
  • Aufstellung Freisitz
  • Aufstellung stationärer Grillkamin
  • Aufstellung Pergola
  • Aufstellung Gewächshaus
  • Aufschüttungen
  • Ausgrabungen
  • befestigte Wege

gibt es einen kleinen Antrag (siehe interne Dokumente) für Sonstiges.

Für diese gesamten Aufstellungen wird es im Regelfall kaum größere Hinderungsgünde geben. Meistens müssen wir es nur dokumentieren, um Probleme zu vermeiden.

Die Errichtung von Gartenteichen darf 2 Prozent des Kleingartens nicht überschreiten.

Die Errichtung von Palisaden, Holzschutzwänden u. ä. ist nur statthaft, wenn dadurch der Charakter eines Kleingartens erhalten bleibt. Ihre Befestigung hat durch Schlaghülsen oder ähnlichen wieder entfernbaren Halterungen zu erfolgen. Die Einfriedung von Kleingärten mittels Holzschutzwänden u. ä. richtet sich nach für die Kleingartenanlage geltenden Grundsätzen.

Die Errichtung von Gewächshäusern und anderen Ernteverfrühungsanlagen sind bis zu einer maximalen Grundfläche von 8 m2 zulässig.

Diese Dinge werden auch nur intern im Verein durch den Vorstand entschieden und richten sich nach der gültigen Kleingartenordnung.

 


 

Zum allgemeinen Verständnis und mal ganz salopp ausgedrückt:

Wir reskieren als Vorstand, wegen simplen Verstößen gegen die Bauordnung, nicht die gesamte Gemeinnützigkeit eines kompletten Kleingartenvereins mit über 135 Mitgliedern.

Bei solchen Dingen/Verstößen steigt uns nicht nur der zuständige Verband, sondern auch das zuständige Amt der Stadt Leipzig mächtig aufs Dach.

Bitte achtet also in Zukunft darauf und reicht Eure Anträge vor Beginn rechtzeitig ein. Danke

André Kind

1. Vorsitzender

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Was ist mein Kleingarten wert?

Diese Frage hat sich wohl schon fast jeder GartenfreundIn gestellt.

Kann ich selbst einfach so eine Wertermittlung machen lassen?

Natürlich kann jeder Pächter von seinem Kleingarten eine Wertermittlung machen lassen.

Was kostet das?

Die Vergütung als Aufwandsentschädigung kostet einmalig 45,00 € für die Wertermittlung.

Gibt es eine Pflicht für eine Wertermittlung?

Ja, die gibt es. Werteımittlungen sind definitiv vor jedem Pächterwechsel vorzunehmen. Das erstellte Wertermittlungsprotokoll erhält nach Ablauf seiner Einspruchsfrist von zwei Wochen ein Jahr Gültigkeit.

Was wird da gemacht?

Die Bewertung der Gärten war und ist notwendig zur Erhaltung der sozial-politischen und städtebaulichen Funktion des Kleingartenwesens.

Der Wertermittlungsbetrag wird nach dem Sachwertverfahren und den Grundsätzen der Rechtsprechung ermittelt. Dabei werden Anpflanzungen, Baulichkeiten und bauliche Anlagen als Scheinbestandteil nach § 95 des Bürgerlichen Gesetzbuches behandelt.

Ausgangsgröße für die Wertermittlung sind die Herstellungskosten zum Fertigstellungszeitpunkt bei Baulichkeiten bzw. Pflanzzeitpunkt bei den Anpflanzungen. Vor dem 03.10.1990 rechtmäßig errichtete Lauben unterliegen dem Bestandsschutz (BKleingG § 20 a).

Ja, ich will!

Wer von Euch gern eine Wertermittlung haben möchte, setzt sich bitte mit dem Vorstand in Verbindung. Wir leiten den Auftrag dann gern weiter.

André Kind

1. Vorsitzender

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Der Verein und die Permakultur

Permakultur ist ein alter Hut!

Wie so oft in Deutschland, erfindet man das Fahrrad neu mit einem coolen Namen. Da werden Polikliniken zu Ärztehäusern und im Sprachgebrauch geht man mit “Denglisch” seinen schwulstigen Weg.

Mitte der 1970er Jahre entwickelten die beiden Australier Bill Mollison und David Holmgren Ideen zum Aufbau langfristig ertragreicher landwirtschaftlicher Systeme als nachhaltigen Gegenentwurf zum vorherrschenden industriellen Agrarsystem.

Im Prinzip „entdeckten“ sie die Kreisläufe des in Europa bereits bekannten Biolandbaus für sich und ihren Kontinent neu. Sie beobachteten, dass die industrielle Landwirtschaft durch ihre Präferenz für Monokulturen und den massiven Einsatz von Pestiziden Böden und Wasser verschmutze, die Biodiversität reduziere und ehemals fruchtbaren Boden der Erosion ausliefere.

Heute werden solche Beobachtungen weltweit bestätigt und die Zustände in der Agrarindustrie zunehmend kritisiert.

Wenn auch Mollison den Begriff „permaculture“ prägte, so hat sein Konzept doch Vorläufer. Den Terminus „permanent agriculture“ verwendete bereits 1911 der amerikanische Agrarwissenschaftler Franklin Hiram King in einem ähnliche Sinne, um die nachhaltigen Anbaumethoden in China, Korea und Japan zu beschreiben.

Die Anwendung von Permakulturprinzipien hat von Beginn an zur Formulierung ethischer Grundgedanken geführt.

Sie gelten als Richtschnur für Permakultur-Projekte, sei es ein Garten-, Landwirtschafts- oder Forstprojekt, sei es der Bau eines Hauses oder einer ganzen Siedlung.

Sie lassen sich in drei Grundsätze zusammenfassen:

  • „Earthcare“ bedeutet Fürsorge für die Erde und das Leben darauf. Die Erde wird als die Quelle allen Lebens angesehen, die besonders geschützt werden muss.
  • „Peoplecare“ bedeutet Fürsorge für die Menschen. Alle Menschen sollen das gleiche Recht auf Zugang zu den Lebensgrundlagen haben.
  • „Fairshares“ meint gerechtes Teilen und begrenzten Verbrauch von Ressourcen wie Bodenschätzen.

Was hat das mit dem Kleingarten zu tun?

Nun, der Kleingärtner brauch sich heute nicht unbedingt selbst zu versorgen, wie in den Nachkriegsjahren. Beachtet man heute die sozialen Strukturen und Entwicklungen sowie dem Trend zum eigenen chemiefreien Anbau, wird sich das wohl langfristig, besonders bei jungen Menschen, ändern.

Permakultursysteme zeigen, wie sich Einzelne und Gemeinschaften mit einem geringen Ressourcen-, Platz- und Zeitaufwand und einem Verständnis für natürliche Kreisläufe weitgehend selbst versorgen können.

Permakultur-Projekte nutzen dabei u. a. die Speicherung von Regenwasser und Sonnenenergie, verwenden sie effizient, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und praktizieren eine naturnahe Abfallvermeidung, bei der der Output eines Systemelements als Input für die anderen genutzt wird.

Auch das sind Dinge, die der Kleingärtner im Miniformat überwiegend kennt und mit Regenwasserrückgewinnung, Kompostierung, Mischkulturen u. ä., überwiegend praktiziert.

Ein Beispiel für intelligent genutzte Kleinräumigkeit (small scale design) ist die Kräuterspirale. Es zeigt, wie durch die Nutzung verschiedener Dimensionen und Ebenen mit unterschiedlichem Bodenprofil die benötigte Anbaufläche klein gehalten werden kann. Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten mit wenig verfügbarer Anbaufläche ist diese Strategie eine adäquate und hilfreiche Lösung.

André Kind

1. Vorsitzender

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700 Bäume für Mölkau bis 2024

Die Initiative pro Mölkau e. V. möchte bis 2024 700 Bäume pflanzen und bittet uns ihnen mitzuteilen, wer dieses Jahr schon einen Baum in seinem Garten gepflanzt oder es noch vor hat.

Bitte teilt uns uns mit, welches Bäumchen bei Euch schon dazu gekommen ist oder kommen wird.

700 Jahre Mölkau – 700 Bäume für Mölkau bis 2024

“Durch das Pflanzen neuer Bäume erhalten bzw. erhöhen wir die Menge an Bestandsgrün, und sorgen so weiterhin für gesunde Luft. Zudem schaffen wir uns perspektivisch Schattenplätze und vielen Tieren einen Lebensraum.

Sollte es außerdem nicht auch das Anliegen von jedermann sein, unseren Nachkommen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen?”

Baumgruppe Mölkau von der Initiative pro Mölkau e. V.

2021 im Verein nachweislich gesamt gepflanzt: 40 Obstbäume und 1 Magnolienbaum

  • Parzelle 002 – 1 Kirschbaum, 1 Nektarine
  • Parzelle 011 – 1 Kirschbaum, 1 Pfirsichbaum
  • Parzelle 015 – 1 Apfelbaum
  • Parzelle 019 – 1 Birnenbaum, 1 Aprikosenbaum, 1 Apfelbaum, 1 Kirschbaum, 1 Quitte, 1 Pfirsichbaum, 1 Pflaumenbaum
  • Parzelle 026 – 1 Kirschbaum
  • Parzelle 040 – 1 Pfirsichbaum, 1 Nektarienenbaum, 1 Aprikosenbaum
  • Parzelle 059 – 1 Pfirsichbaum
  • Parzelle 060 – 1 Kirschbaum, 1 Apfelbaum, 1 Feigenbaum, 1 Birnenbaum
  • Parzelle 061 – 1 Birnenbaum, 1 Bananenbaum, 1 Kakibaum
  • Parzelle 066 – 2 Apfelbäume
  • Parzelle 074 – 1 Roter Bergpfirsich, 1 Magnolie
  • Parzelle 083 – 1 Apfelbaum
  • Parzelle 100 – 1 Pflamenbaum, 1 Apfelbaum
  • Parzelle 101/102 – 1 Kakibaum, 1 Nashi-Birnenbaum,  1 Plattpfirsichbaum
  • Parzelle 125/126 – 1 Kirschbaum, 1 Pfirsichbaum
  • Parzelle 131 – 1 Apfelbaum
  • Parzelle 135 – 1 Apfelbaum
  • Parzelle 141 – 2 Erdbeerbäume
  • Parzelle 151 – 1 Apfelbaum
  • Parzelle 153 – 1 Apfelbaum
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Der Verein und Social Media

Facebook, Twitter, Instagram & Co.:

Wer A sagt, sollte auch B sagen. Wenn eine ordentliche Webseite vorhanden ist, erfolgt der nächste Schritt. Die Verknüpfung der Webseite mit den Social Meida – Accounten.

Alle Beiträge der Webseite noch ein mal bei Facebook, Twitter & Co. veröffentlichen? Das ist zu viel Arbeit.

Das ist ein ganz großer Irrtum! Unser WordPress macht dies selbst voll automatisch mit geplanten Einträgen. Schon heute haben wir Artikel, Informationen und Neujahrsgrüße geschrieben und so eingestellt, dass sie automatisch auf der Webseite , zu einem vorbestimmten Termin, veröffentlicht werden. Gleichzeitig erledigt anschließend ein Plugin die parallele Veröffentlichung bei Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest & Co.

WhatsApp:

Mit der kostenlosen Variante “WhatsApp Business” können wir unsere Mitglieder schnell und unkompliziert zusätzlich informieren. Wir betreiben dazu 2 Gruppen. Die 1. Gruppe ist der komplette Verein als Solches. Die 2. Gruppe ist unsere Tauschbörse.

Um pausenlose, sinnlose Einträge sowie Wochenendgrüße in den Gruppen zu vermeiden, kann hier nur der Vorstand Beiträge veröffentlichen. Die Mitglieder nicht.

Die eigene Vereins-App:

Über das Thema haben wir auch nachgedacht und uns mit einem Leipziger Kleingartenverein, der eine solche App in Betrieb hat, kurzgeschlossen.

Vom Inhalt und den Prozeduren konnte die App nichts, was unsere Webseite mit dem WordPress nicht auch schon kann. Die Pflege der App und die monatlichen Kosten übersteigen auch weitaus unsere administrativen und tatsächlichen Serverkosten.

Fazit:

  • Mit unserem Serverbackup sind und bleiben wir Eigentümer unserer Daten.
  • Mit unserem Serverbackup können wir jederzeit zu einem anderen Anbieter gehen.
  • Eine App verursacht höher Kosten als unserer eigener Server.
  • An die Daten der App kommen wir nicht direkt ran, die Hoster sind unbekannt und wenn der Anbieter verschwindet, ist alles weg.

Aus diesen Gründen haben wir uns gegen eine App entschieden.

Markplätze und Inserate:

Die Vermarktung von Parzellen aus unserer Kleingartenanlage ist über den Facebok-Marktplatz und Ebay-Kleinzeigen ja kein wirkliches Problem. Alles wird detailiert erklärt und die Kontaktaufnahme beschrieben.

Jetzt geht es los! Das eigentliche Problem sind die Anfragen. Irgend wann werden wir davon Screenshots machen, weil uns das sonst keiner wirklich mehr glaubt.

Die nachfolgende Satireseite bringt das Thema Kleinanzeigen auf den Punkt!

Mit freundlicher Erlaubnis von "erzaehlmirnix".

Facebookgruppen:

Sich zu informieren ist ja prinzipiell eine sehr gute Sache. Das sollte auch jeder tun.

Nach über 15 Jahren im Social Media Bereich muss ich leider feststellen, das die User immer oberflächlicher werden, das geistige sowie fachliche Niveau sinkt und sinnloser Smaltalk sowie Selbstdarstellung in den Gruppen überwiegen.

Ja ich weiß, das ist eine sehr harsche Kritik und ein wirklich vernichtendes Urteil. Wer aber selber Foren & Facebookgruppen über Jahre führt oder geführt hat, weiß von was ich rede.

Gruppen kommen und gehen, große Gruppen sind meist lasch oder kaum administrativ geführt, voller Werbung und jeder Dau lässt dort seinen Senf ab. Schreitet man dagegen ein oder gibt man eine Kritik ab, heisst es “scroll doch einfach weiter, wenn es Dir nicht passt”.

Im Moment kennen wir weniger als 10 Gruppen um das Thema Kleingarten, bei denen man noch mitlesen und Fragen stellen kann.

Aus diesen ganzen Gründen werden unsere Mitglieder weiterhin mit immer mehr Fachwissen von uns versorgt.

Wikipedia, Fachzeitschriften und seriöse Fachformen bieten zu dem eine solide und fundamentierte Fachkompetenz an.

Facebook-Gruppen können und werden wir daher nicht mehr weiter empfehlen. Eine eigene Gruppe werden wir aus administrativen Gründen auch nicht erstellen.

André Kind

1. Vorsitzender

Posted by Redaktion Lerchenwiese in Aktuelles, Kleingartenwesen
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