Der Verein – Nutzung und Öffentlichkeit

Die kleingärtnerische Nutzung und die Öffentlichkeitsarbeit im Auge behalten!

Zitat aus dem Leipziger Gartenfreund Januar 2019:

“Leipzig sei die Stadt in Deutschland, die am meisten wächst, heißt es in den Medien. Dass in diesem Zusammenhang immer mehr Bauland gebraucht wird, ist verständlich und nicht neu. Experten reden längst von einem knallharten Wettbewerb um günstiges Bauland. Das sehen Käufer und Verkäufer sicher aus verschiedenen Blickwinkeln. Noch sind unsere Kleingartenflächen nicht Teil dieses „Wettbewerbes”. Aber wie lange können wir uns da noch raushalten?

Es geht nur, wenn unsere Kleingartenanlagen (KGA) für die Stadt Leipzig unverzichtbar sind. Wie unsere KGA das Stadtklima und damit die Lebensqualität in der Stadt beeinflussen, ist bekannt und wurde in mehreren Veranstaltungen betont. Aber das könnte auch mit anderen Grünbereichen erreicht werden.

Die Stadt braucht niveauvoll gestaltete Grünbereiche, in denen sich die Bürger erholen können.

Daraus resultiert die Forderung des Leiters des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, Rüdiger Dittmar, zur Öffnung der KGA für die Öffentlichkeit.”

Zu diesem zwingenden Aspekt kommt auch die Einhaltung der kleingärtnerischen Nutzung dazu. Es ist nicht erst seit gestern bekannt, das ein Kleingartenverein sich an Regeln zu halten hat. Wer dies nicht beachtet, gefährdet maßgebend seine Gemeinnützigkeit. Das gilt für alle Pächter.

Kleingärtnerische Nutzung:

Für die materiellen Dinge des Kleingartens hat sich folgende Einteilung in drei Kategorien (30 % – Regel) entwickelt.

1. Gartenerzeugnisse:
Anpflanzung insbesondere von Obstgehölzen, Gemüsepflanzen, Wildgemüsepflanzen, Heilpflanzen und Gewürzpflanzen, Wildfruchtpflanzen, Feldfruchtpflanzen und dazu die Nutzung von Frühbeetkästen, Kleingewächshaus etc.

2. Zierpflanzen und Gräser:
Anpflanzung von Sommerblumenpflanzen, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Stauden, Ziergehölzen (Moorbeetpflanzen, Rosen, Klettergehölze) ohne Laub- und Nadelhölzer, sowie Rasen durch Bewuchs mit Gräsern.

3. Bauliche Anlagen und sonstige Einrichtungen:
Laube, Rankgerüste, Sitzplätze, Wasserbecken, Biotop, Hauptweg, Zaun, Gartentür, Sandkasten, Schaukel, Bienenstand, gestalterische Elemente etc.

Der Bundesgerichtshof hat im Urteil III ZR 281/03 vom 17. Juni 2004 die Beifügung „insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf“ präzisiert und geurteilt, dass „in der Regel wenigstens ein Drittel der Fläche zum Anbau von Gartenerzeugnissen für den Eigenbedarf zu nutzen sei. Es versteht sich von selbst, dass von den Anpflanzungen Obstgehölze und Gemüsepflanzen (Kategorie 1.) die größten Gruppen zur Gewinnung von Gartenerzeugnissen sind.

Auch in diesem Jahr werden wir unser Augenmerk darauf richten!

André Kind

1. Vorsitzender

Posted by Redaktion Lerchenwiese