Der Verein und das Bauen

Was geht und was geht nicht!

Jeder Pächter ist bemüht das maximale für sich heraus zu holen. Das ist ja auch soweit legitim. Die Frage ist nur, was geht und was nicht.

Bleiben wir doch erst ein mal bei der Laube und lasst uns die prinzipiellen Dinge aufgreifen.

  1. Laubenneubauten, Laubenumbauten und Laubenanbauten sowie der Abriß sind prinzipiell genehmigungspflichtig. Hierzu ist ein entsprechender Bauantrag (siehe interne Dokumente) kostenpflichtig einzureichen. Die Genehmigung erfolgt extern.
  2. Eine Laube darf eine überdachte Fläche von insgesamt 24 m2 nicht überschreiten.
  3. Dachüberstände unter 0,60 cm werden dabei nicht mit berechnet.
  4. Es ist nur ein Baukörper pro Parzelle zulässig.
  5. Das Aufstellen von Metallgerätehäusern ist nicht gestattet.
  6. Die Errichtung der Laube hat grundsätzlich mindestens 0,60 m von der Grenze des/der angrenzenden Kleingärten zu erfolgen.
  7. Eine übergroße Laube, welche unter Bestandsschutz steht, kann nicht abgerissen und anschließend neu aufgebaut werden. Sie verliert dadurch ihren kompletten Bestandsschutz.
  8. Eine praktikable Lösung für Bestandsschutzlauben nennt sich “Mauerwerksaustausch” oder “Sanierung” über einen längeren Zeitraum.
  9. Nicht genehmigte Bauten (sogenannte “Schwarzbauten”) werden bei uns, mit Kenntnisnahme, mit einem Bußgeld nicht unter 100,00 € bestraft. Der Rückbau hat innerhalb von 14 Tagen zu erfolgen.
  10. Sogenannte “Doppelgärten” dürfen ebenfalls nur einen Baukörper, pro Pächter (Bitte jetzt genau Nachdenken!) mit max. 24 m2 haben. Altbestände stehen noch unter Bestandsschutz, müssen aber sämtliche Beiträge doppelt bezahlen.
  11. Stationäre Badebecken und Badebecken, die in das Erdreich eingelassen, gemauert oder betoniert werden sollen, sind unzulässig. Die Errichtung nichtstationärer Badebecken mit einem Fassungsvermögen bis zu 7 Kubikmeter ist kalenderjährlich in den Monaten Mai bis September statthaft, wenn durch ihre Nutzung keine Beeinträchtigungen für die angrenzenden Kleingärtner ausgehen und das Wasser jeweils bis zum 30. September umweltfreundlich entsorgt wird.
  12. Mit der Errichtung der nach dieser Ordnung zulässigen Lauben und baulichen Anlagen darf erst dann begonnen werden, wenn die erforderlichen Erlaubnisse und Genehmigungen vorliegen.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Zu den Themen:

  • Aufstellung nichtstationärer Badebecken
  • Aufstellung Zaun
  • Aufstellung Sichtschutz
  • Aufstellung Brunnen
  • Aufstellung Spielturm
  • Aufstellung Schaukel
  • Aufstellung Trampolin
  • Aufstellung Feuerschale
  • Aufstellung mobile Überdachung
  • Aufstellung Zelt (kurzzeitig)
  • Aufstellung Gartenteich
  • Aufstellung Freisitz
  • Aufstellung stationärer Grillkamin
  • Aufstellung Pergola
  • Aufstellung Gewächshaus
  • Aufschüttungen
  • Ausgrabungen
  • befestigte Wege

gibt es einen kleinen Antrag (siehe interne Dokumente) für Sonstiges.

Für diese gesamten Aufstellungen wird es im Regelfall kaum größere Hinderungsgünde geben. Meistens müssen wir es nur dokumentieren, um Probleme zu vermeiden.

Die Errichtung von Gartenteichen darf 2 Prozent des Kleingartens nicht überschreiten.

Die Errichtung von Palisaden, Holzschutzwänden u. ä. ist nur statthaft, wenn dadurch der Charakter eines Kleingartens erhalten bleibt. Ihre Befestigung hat durch Schlaghülsen oder ähnlichen wieder entfernbaren Halterungen zu erfolgen. Die Einfriedung von Kleingärten mittels Holzschutzwänden u. ä. richtet sich nach für die Kleingartenanlage geltenden Grundsätzen.

Die Errichtung von Gewächshäusern und anderen Ernteverfrühungsanlagen sind bis zu einer maximalen Grundfläche von 8 m2 zulässig.

Diese Dinge werden auch nur intern im Verein durch den Vorstand entschieden und richten sich nach der gültigen Kleingartenordnung.

 


 

Zum allgemeinen Verständnis und mal ganz salopp ausgedrückt:

Wir reskieren als Vorstand, wegen simplen Verstößen gegen die Bauordnung, nicht die gesamte Gemeinnützigkeit eines kompletten Kleingartenvereins mit über 135 Mitgliedern.

Bei solchen Dingen/Verstößen steigt uns nicht nur der zuständige Verband, sondern auch das zuständige Amt der Stadt Leipzig mächtig aufs Dach.

Bitte achtet also in Zukunft darauf und reicht Eure Anträge vor Beginn rechtzeitig ein. Danke

André Kind

1. Vorsitzender

Posted by Redaktion Lerchenwiese