Der Verein und der Wohnungsbau

Wohnungsbau Kontra Kleingartenwesen

Wohnraum, und vor allem noch bezahlbaren, zu schaffen ist durchaus eine zwingende Notwendigkeit in der heutigen Zeit nicht nur in Deutschland.

Was sich aber heutzutage Architekten und Städteplaner ausdenken erinnert mich an die tiefsten DDR-Zeiten. Die Denkweisen überschritten damals kaum das Rentenalter der Planer und alles wurde platt gemacht, was im Wege stand.

Selbiges spielt sich seit etlichen Jahren, speziell in Berlin, Brandenburg, Hamburg und vielen anderen Regionen, ab und manch ein Verband hat dies nachweislich bewusst nicht unterbunden bzw. steckt sogar in der privaten Bervorteilung mit den Immobiliengeschäften selbst mit drin.

Der Alptraum für jeden Kleingärtner und der Alptraum für alle grünen Lungen in und um unsere Städte und Gemeinden.

Keiner konnte die Immobilienspekulanten bisher wirklich aufhalten. Die deutschen Parteien, häufig selbst privat in Immobiliengeschäften verstrickt & verankert, haben wieder ein mal völlig versagt.

Eins vorab, ich rede hier nicht über Anlagen, welche keine Pächter mehr haben oder völlig verwahrlost sind. Viele Kleingartenanlagen mit zig tausenden Parzellen wurden in den ganzen Jahren, unter dem Aspekt der “Wohnungsnot”, völlig sinnlos platt gemacht.

Nach der Wahl, ist vor der Wahl

Rund 5 Mio. Menschen nutzen und erholen sich im Kleingartenwesen in Deutschland.

Fast 1 Mio. Bürger richten ihre Parzellen her, gestalten eine grüne Umwelt und versuchen eigennützig dem Klimawandel entgegen zu wirken.

Wen sollte man also wählen? Sorry, ich weiß es im Moment nicht mehr.

Die Aufgaben der Vorstände

Diesem Treiben gilt es, mit allen demokratischen Mitteln, endlich ein Ende zu setzen.

Wir Vorstände haben alle Kraft darin zu investieren, unsere Vereine zu schützen. Dazu gehört die Umsetzung der kleingärtnerischen Nutzung und die Öffentlichkeit der Anlagen.

Das bedeutet auch, das wir unseren Mitgliedern begreiflich machen müssen, welchen Stellenwert diese Punkte haben, um nicht zum Bauland zu mutieren.

Es ist also keine Panikmache, sondern die wirkliche Realität. Jedem Verein sollte bewusst werden, dass er diesbezüglich in Zukunft noch intensiver von den Ämtern kontrolliert wird.

Den Verbänden empfehle ich eine bessere Lobbyarbeit, die Beseitigung von inneren Querelen und mehr Transparenz nach außen.

Die Entwicklung in unserer Gesellschaft nimmt seinen Lauf.

Artikel von rbb24.de

André Kind

1. Vorsitzender

Posted by Redaktion Lerchenwiese