Dickmaulrüssler

Die Dickmaulrüssler (Otiorhynchus

stellen eine Käfergattung aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) dar. Viele Vertreter werden als landwirtschaftliche Schädlinge angesehen, da die Larven die Wurzeln, Knollen und Rhizome abfressen und die adulten Tiere (Imagines) sich hauptsächlich von Blättern, Knospen oder jungen Trieben der Pflanzen ernähren.

In Deutschland ist besonders der “gefurchte Dickmaulrüssler” (Otiorhynchus sulcatus) bekannt und als Pflanzenschädling gefürchtet. Bevorzugte Pflanzengattungen und -arten sind beispielsweise Himbeeren, Rosen, Erdbeeren, Rhododendren, Kirschlorbeer, Pfaffenhütchen und Eiben.

Dickmaulrüssler besitzen meist eine dunkle schwarze oder braune Färbung. Einige Vertreter können jedoch auch gelb gefärbt sein. Sie können zwischen 3 und 14 mm groß werden. Der für sie typische Rüssel ist stets kräftig entwickelt und besitzt ohrenförmige wulstartige Gebilde (Pterygien genannt), die sich neben den Fühlergruben befinden. An der Spitze sind diese verbreitert und etwa doppelt so lang wie breit.

Sowohl die Oberseite des Körpers als auch die Schienen, die Antennen und die in der Mitte verdickten Schenkel sind kahl, seltener behaart oder beschuppt. Die obere Rückenseite (das Pronotum) ist häufig geriffelt, gerunzelt, gekörnt und mit dunkelbraun bis gelb gefärbten Pünktchen versehen. Die erwachsenen Tiere treten meist zur Dämmerung oder nachts auf und sind polyphag an krautigen Pflanzen oder kleineren Gehölzen von April bis Oktober zu finden.

Die Einschleppung des Schädlings in der Landwirtschaft bzw. im Garten erfolgt oft mit dem Substrat oder über getopfte Pflanzen, von denen aus sie sich dann auf die verschiedenen Pflanzenarten ausbreiten. Die Bekämpfung der Larven kann mit räuberischen Nematoden erfolgen.

Nach der Kopulation erfolgt die Eiablage, welche auch durch Jungfernzeugung möglich ist, in den Boden, wo die Larven zunächst an Wurzeln fressen. Die daraus entstehenden Puppen graben sich kleinere Erdhöhlen und überwintern zumeist wieder als Larve, seltener als Puppe. Der Käfer fällt durch vom Rand her angefressene Blätter auf. Bei Gefahr lässt er sich zu Boden fallen und sucht ein Versteck auf.

Schädling

Maßnahmen:

  • Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen auf Fraßspuren
  • Eventuell Ansiedlung von natürlichen Feinden im Garten wie z.B. Igel & Spitzmaus
  • Bekämpfung der Larven mit Nützlingen
  • Geeignete Mittel gegen die Käfer: Azadirachtin oder Celaflor Schädlingsfrei

Posted by Redaktion Lerchenwiese