Täglich grüßt das Murmeltier

 Alles ist eigentlich schon seit VKSK-Zeiten aus der DDR bekannt!

Unerlaubte Bepflanzungen, Pflanzabstände und die 30% Anbau von Obst und Gemüse sind ein uralter Hut.

Selbst der neue Vorstand diskutiert und schreibt immer wieder die gleichen Mitglieder zu diesen Themen jedes Jahr an.

Informiert Euch doch mal einfach im internen Bereich über das Dokument der Kleingartenordnung.

Hier findet Ihr nicht nur die verbotenen Pflanzen und Pflanzabstände, sondern in den Anlagen auch Hinweise zu problematischen und giftigen Pflanzen.


5 Parzellen wurden dieses Jahr jetzt mit einer ablaufenden Auflage zum 30.11.2021 belegt. Schade, dass wir solche rigerosen Maßnahmen jetzt, wegen der perönlichen Ignoranz, ergreifen müssen.

Seit 2018 haben wir den Pächtern, welche unerlaubte Bepflanzungen entfernen sollten und wollten, 2 x im Jahr 4 kostenlose Container zur Verfügung gestellt. 2021 ist jetzt die letzte Saison für diese Container. Eine kostenlose Fortführung wird es danach nicht mehr geben.

An alle anderen 19 Mitglieder haben wir letztmalig einen netten Hinweis gesendet. Bitte nutzt die letzte Aktion in dieser Saison.


Wo ist jetzt das eigentliche Problem mit dem 30%-igen Anbau von Obst und Gemüse?

Das fragen wir uns seit Jahren auch. Seit 2018 bis heute haben wir über 35 Neupächter in unserer Anlage. Davon sind rund 80% ohne jegliche Kleingartenerfahrung zu uns gekommen und kurioser Weise kannten diese Personen alle diese 30%-Regel. Seltsam, oder?

 
2020 haben aber auch viele von Euch wirklich schon etwas getan und den Anbau wesentlich verbessert.

Das freut uns wirklich sehr. Danke.

Dieses Jahr haben wir noch 10 Abmahnungen mit der Herstellung der kleingärtnerichen Nutzung versenden müssen. Wenn diese nicht beachtet werden, führt das leider zur fristlosen Kündigung.

Daher sind es dieses Jahr auch nur noch runde 30 Parzellen, welche einen netten Hinweis erhalten haben, ihren Obst- und Gemüseanbau noch etwas  zu erhöhen.

Sollte es sich weiterhin so positiv entwickeln, steht der nächsten Kontrolle durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer nichts entgegen.

Wer uns aber weiterhin ignorieren will, sollte sich mal das nachfolgende BGH-Urteil ernsthaft durchlesen!

Das Urteil des BGH´s ist eindeutig und wir werden dies auch mit aller Konsequenz vor Gericht rechtlich umsetzen, um unseren Verein zu schützen.

Pflichten im Kleingartenwesen:

Der Bundesgerichtshof hat im Urteil III ZR 281/03 vom 17. Juni 2004 die Beifügung „insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf“ präzisiert und geurteilt, dass „in der Regel wenigstens ein Drittel der Fläche zum Anbau von Gartenerzeugnissen für den Eigenbedarf“ zu nutzen sei. Es versteht sich von selbst, dass von den Anpflanzungen Obstgehölze und Gemüsepflanzen (Kategorie 1.) die größten Gruppen zur Gewinnung von Gartenerzeugnissen sind.

Für die materiellen Dinge des Kleingartens hat sich folgende Einteilung in drei Kategorien (30 % – Regel) entwickelt.

1. Gartenerzeugnisse:
Anpflanzung insbesondere von Obstgehölzen, Gemüsepflanzen, Wildgemüsepflanzen, Heilpflanzen und Gewürzpflanzen, Wildfruchtpflanzen, Feldfruchtpflanzen und dazu die Nutzung von Frühbeetkästen, Kleingewächshaus etc.

2. Zierpflanzen und Gräser:
Anpflanzung von Sommerblumenpflanzen, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Stauden, Ziergehölzen (Moorbeetpflanzen, Rosen, Klettergehölze) ohne Laub- und Nadelhölzer, sowie Rasen durch Bewuchs mit Gräsern.

3. Bauliche Anlagen und sonstige Einrichtungen:
Laube, Rankgerüste, Sitzplätze, Wasserbecken, Biotop, Hauptweg, Zaun, Gartentür, Sandkasten, Schaukel, Bienenstand, gestalterische Elemente etc.

Posted by Redaktion Lerchenwiese